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Home Projekte Soziales Wiederaufbau nach der Überschwemmung (2009)

Wiederaufbau nach der Überschwemmung (2009)

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(Eric S. C. von Buspad e.V. bei der Übergabe von Sachspenden - Gehhilfe,

Ultraschallgerät und Infrarot-Lampe - in Ouagadougou)

 

Ein sehr starker Regen hat am 01.09.09 zu schweren Überschwemmungen in Ouagadougou geführt. Ein Staudamm brach wegen zu enormen Wassermengen (300 mm/m² Regen in 10 Stunden) zusammen und überschwemmte das Zentrum von Ouagadougou. Die Stromversorgungszentren sowie staatlichen Einrichtungen wie Universität und Schulen wurden betroffen. Das Uniklinikum Yaldogo war lahmgelegt, tausende Familien si nd ohne Unterkunft und ohne sauberes Trinkwasser.

 

Kurz nach der Katastrophe hat Buspad e.V. sich dafür entschieden, den Menschen dort zu helfen. Die Hilfsaktion von Buspad e.V. hatte 2 Phasen:

  • Soforthilfe: eine schnelle Versorgung der Opfer vor Ort mit Nahrungsmitteln, Schlafmöglichkeiten und Hygieneprodukten erfolgte Mitte September

  • Wiederaufbau: ein Buspad-Container mit medizinischem Material für einen langfristigen Wiederaufbau von 2 städtischen medizinischen Einrichtungen kam Ende Januar in Burkina Faso an

 

 

 

Phase 1: Soforthilfe vor Ort

Während ihren Aufenthalt in Burkina Faso haben der Vorstandvorsitzende Dr. Amadou Sienou und die Schatzmeisterin Rebeka Karambiri in Zusammenarbeit mit den Vertretern von Buspad in Burkina Faso San Eric Coulibaly und Auguste G. Wigbha eine Soforthilfe vor Ort organisiert.

Nach Rücksprache mit dem Vorstand wurden 2.000.000 CFA (ca. 3.000€) freigegeben, womit Reis, Öl, Schlafmatten und Hygieneprodukten gekauft wurden. Diese wurden in 2 Zentren der Hauptstadt verteilt, in denen sich einige Opfer der Fluten versammelt und ein provisorisches Dach gefunden hatten.

Phase 2: Unterstützung beim Wiederaufbau des Uniklinikums Yalgado und Entlastung der Pädiatrie Charles de Gaule

Nach einigen Gesprächen mit den jeweiligen Strukturen fiel uns auf, dass die medizinische Versorgung durch die teilweise Zerstörung des großen Uniklinikums Yalgado erschwert wurde und andere medizinischen Einrichtungen, wie das Kinderkrankenhaus Charles de Gaule durch den Teilausfall von Yalgado stark überlastet waren. Aus diesem Grund, und weil Buspad e.V. im Bereich der medizinischen Versorgung über eine mehrjährige Erfahrung verfügt haben wir uns dafür entscheiden, unsere Hilfsaktion mit einer Unterstützung im Bereich des Krankenhauswiederaufbaus fortzusetzen.

Das Krankenhaus Pirmasens lieferte uns medizinische Geräte die alle in einem sehr guten Zustand und voll einsatzbereit waren. Andere Kliniken, darunter auch das Diakonie Klinikum Freiburg beteiligten sich und spendeten OP-Zangen, Bandagen und Pflegematerialien. Hier die Liste der gesammelten Sachspenden, mit einem Gesamtwert von knapp 105.000€:

  • 5 Beatmungseinheiten

  • 1 Röntgen-Filmentwicklungsanlage

  • 1 Chemikalienmixer

  • 10 Betten für Erwachsene

  • 10 Betten für Kinder

  • 8 Nachttische

  • 1 radiologische Durchleuchtungsanlage

  • 7 Sauerstoffversorgungsanlagen

  • 1 gynäkologischer Untersuchungstisch

  • 40 Kartons mit Pflege- und Verbandsmaterial

  • 2 Ultraschallgeräte

  • 1 Brutkasten

  • OP-Lampen

  • 1 Absaugpumpe

1 Röntgenlinse

  • 1 Infrarotlampe

  • 1 Röntgenfilmbetrachter

Innerhalb wenigen Telefonaten geling es Buspad e.V. eine kostenlose Lagerhalle für die Sachspenden von der Stadt Stuttgart zu erhalten. Das Material konnte nun von Pirmasens und Freiburg nach Stuttgart gebracht werden.

Nach schwerer Be- und Entladungsarbeit wurde mit finanzieller Unterstützung der GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenentwicklung) ein Container nach Stuttgart bestellt. Nach erfolgreicher Beladung hat sich der Container auf dem Meeresweg nach Abidjan gemacht und erreichte Ouagadougou am 14. Januar 2010.

Nach 2 Wochen Aufenthalt beim Zollamt in Ouagadougou wurden die Sachspenden zwischen dem Krankenhaus Yalgado (zum Teil von der Überschwemmung beschädigt) und das Krankenhaus Charles de Gaule (Pädiatrie, musste einige Patienten von Yalgado übernehmen) verteilt.

Kontaktperson: Eléonore Diarra

Links:

http://www.lefaso.net/spip.php?article35548&rubrique10

http://www.lobservateur.bf/spip.php?page=article_archive&id_article=14767&vo=11

http://www.openpr.de/news/346619/Notruf-Aktion-Dramatische-Ueberschwemmungen-in-Burkina-Faso.html

http://www.presseecho.de/vermischtes/PE12521788274487.htm

http://www.communiques.pro/2010/02/03/buspad-e-v-se-mobilise/

 

Besondere Dankesworte gehen an:

•Dr. Amadou Sienou, Rebeka Karambiri, San Eric Coulibaly und Augute G. Wigbha für ihren Engagement bei der Verteilung der Essensspenden in Ouagadougou

• Das städtische Krankenhaus Pirmasens, Dr. Bénébamba Romuald Yanna, Leiter des Projektes von Buspad e.V. „Santé pour tous“ und die Familie Schulze, ohne die wir die große Mehrheit der Sachspenden nicht erhalten hätten

•Charly Gremmelspacher aus Freiburg, der viele Kartons mit Material besorgt und nach Stuttgart gebracht hat

•Konvoi der Hoffnung e.V., Dorothea Wesendahl und Thomas Stichler für die großzügige Medikamentenspende sowie  Elke Dannenhauer und Andreas Canalini für die Kleiderspende

•Emmanuel Paquereau und Marie-Pierre Cruveiller für Ihren Engagement und das Sammeln von Sachspenden in Frankreich

•Die Familien Schulze, Yanna, Diarra, Charly Gremmelspacher, Amadou Sienou, Rebeka Karambiri, Fabienne Nikabou und Mamadou Traoré für die schwere Körperarbeit bei der Be- und Entladung der 2 LKWs in Pirmasens und Stuttgart und bei der Beladung des Containers

•SEM l’Ambassadeur du Burkina Faso en Allemagne, Herr Xavier Niodogo, der die Unterlagen zur Zollbefreiung mehrmals erstellt hat. Ohne diese Unterlagen und seine Unterstützung wären keinen GTZ-Antrag und keine Zollbefreiung möglich gewesen

• Dr. Bangagne, Leiter des Krankenhauses Yalgado, Dr. Sawadogo und Dr. Kaboré, Leiter des Krankenhauses Charles de Gaule für Ihre Unterstützung bei der Zollbefreiung in Burkina Faso und bei der Verteilung der Sachspenden. Ohne ihren Einsatz hätte keine kostenlose Zollbefreiung stattfinden können

•Frau Müller und das Amt für Liegenschaft und Wohnen in Stuttgart, ohne die wir die kostenlose Halle nicht erhalten hätten

•Frau Topf und die GTZ, ohne die wir den Transport des Containers kaum hätten bezahlen können

•Auguste G. Wigbha und San Eric Coulibaly für die Koordination der Sachspendenverteilung und den Kontakt zwischen den Einrichtungen in Burkina Faso und Buspad e.V. in Deutschland

•Alle Geldspender, die dieses Projekt möglich gemacht haben

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